Über Das Projekt

VORGESCHICHTE:
Die Siedlungen, welche auf einem Einzugsgebiet jedoch auf dem Gebiet von zwei Staaten liegen, haben noch im Jahre 1993 ihr gemeinsames Abwasserableitungs- und –klärsystem aus Eigenmitteln d.h. ohne Beanspruchung von irgendwelchen EU Förderungen errichtet. Die sich auch derzeit im gemeinsamen Betrieb befindliche funktionierende Kläranlage liegt in Szentpéterfa an der aus dem Gesichtspunkt der Gravitation optimalsten Stelle.
In der Grenzregion gingen die Entwicklungen und die Verschärfung der Umweltauflagen viel schneller vor sich hin, als früher eingeschätzt wurde. Die Kläranlage in Szentpéterfa  ist deshalb heute schon veraltet, sie kann keine weitere Belastung mehr empfangen, die Qualität des geklärten Abwassers entspricht nicht mehr den Emissionsgrenzwerten. Die lokale zuständige Inspektion für Umweltschutz hat Szentpéterfa, als Verantwortlicher des  Ausstoßpunktes zu Modernisierung der Kläranlage verpflichtet. Die zuständige österreichische Behörde hat auch die Marktgemeinde Eberau verpflichtet das Abwasserbehandlungsproblem möglichst schnell zu lösen. Die Umweltschutzbehörden werden deswegen ihre zukünftigen Bewilligungen für Entwicklungsmaßnahmen abhängig vom technischen Zustand des Abwasserbehandlungssystems erteilen, jedoch sie tragen sogar zum Betrieb des Systems nicht mehr bei, nur wenn man sich zur Durchführung der Entwicklungsmaßnahmen verpflichtet. Wegen dieser Einschränkungen war es nicht möglich,  neue Unternehmungen in dieser Region zu gründen, touristische Entwicklungen zu planen oder neue Wohngebiete zu bestimmen. Ein weiterer Grund für die Entwicklung ist, dass sich auch weitere Siedlungsteile der Assoziation anschließen.

PROJEKTZIEL:
Umfassendes Ziel des Projektes ist die Bewahrung und die Verbesserung der Qualität der natürlichen und kulturellen Umgebung im Einzugsgebiet der in einem guten natürlichen
Zustand erhaltenen Pinka, bzw. die Schaffung der zur nachhaltigen Entwicklung der Siedlungen notwendigen Umweltinfrastruktur. Das Projekt möchte dieses umfassende Ziel durch die Lösung der Abwasserableitung und -behandlung auf hohem Niveau in den zu demselben Einzugsgebiet gehörenden Siedlungen der Region umsetzen.
Spezifisches Ziel: die Steigerung der Kapazität der an dem tiefsten Punkt des grenzüberschreitenden Einzugsgebietes errichteten Kläranlage in Szentpéterfa, weiterhin deren Modernisierung zwecks Erfüllung der strengsten Umweltschutzauflagen sowie die Erweiterung des Abwassernetzes für die Befriedigung der Ansprüche aus Österreich. Ein weiteres Ziel ist im Zuge der Entwicklung die Rekonstruktion des Abwassernetzes in Gaas, sowie die Erweiterung des Netzes durch den Anschluss von dem zu Eberau gehörenden Gemeindeteil, Kroatisch Ehrensdorf bzw. dem zu Deutsch Schützen gehörenden Siedlungsteil, Edlitzer Weinberg.

ZIELGRUPPE DES PROJEKTES:
Die Zielgruppe des Projektes ist die in der erwähnten Grenzregion lebende Bevölkerung (Szentpéterfa, Eberau-Winten-Kulm-Gaas- Kroatisch Ehrensdorf; Deutsch Schützen- Edlitzer Weinberg), sowie die Bewohner der Siedlungsteile, die sich dem System anschließen möchten, ferner die Anreisenden, insgesamt etwa 2600 Touristen pro Tag. Das erweiterte und modernisierte System dient neben der Versorgung der Bevölkerung (von derzeit insgesamt 2791 Personen) auch der Versorgung von weiteren 760 Einwohnern entsprechenden neuen Personen, aber in Wirklichkeit würde es wegen des Tourismus im Jahresdurchschnitt sogar 50.000 Personen bedeuten. Das Projekt wird nach seiner Realisierung weitere infrastrukturelle und Tourismusentwicklungsmaßnahmen in den Siedlungen generieren. Ein 4* Wellness Hotel mit 200 Betten mit dem Phantasienamen „Wassererlebnis Welt“ (Edlitz Weinberg) bzw. der Ausbau und Ansiedlung mehrerer Straßen sowohl in den österreichischen Siedlungen als auch in Szentpéterfa warten auf die Umsetzung der Entwicklungsmaßnahmen.

ZU ERWARTENDE ERGEBNISSE DES PROJEKTES:
Durch die Anwendung der möglichst klarsten Technologie kann die Nachhaltigkeit gewährleistet werden. Während der Umsetzung des Projekts kann eine günstigere Nutzung der natürlichen Ressourcen verwirklicht werden. Als Folge der Eremission des Abwassers von entsprechender Reinheit mindert sich die Belastung der Naturelemente, als dessen Wirkung eine langfristige Nachhaltigkeit gesichert werden kann. Die Erfüllung der Umweltschutznormen trägt zur Zustandsverbesserung des Grenzflusses Pinka und außerdem zur nachhaltigen – die Umwelt auf diesem Gebiet nicht mehr belastenden wirtschaftlichen (siehe Wellness Hotel) und gesellschaftlichen (Wohngrundstücke, Straßen) Entwicklung bei. Als umfassende Wirkung trägt es zur Entwicklung der zwei Naturparke entlang der Grenze bei; dadurch – sowie  mit der Erhöhung der eventuellen Schadenersatzansprüche der Wirtschaft der Region – können die Chancen zur Öffnung eines Braunkohlentagebaus in Torony gemindert werden.

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